Unsere Geschichte

Die Landwirtschaft der Barmherzigen Schwestern in Adelholzen bestand ursprünglich aus zwei Betrieben: Als die Kongregation im Jahr 1907 das Wildbad kaufte, befand sich eine Ökonomie direkt im Ort. Zusätzlich wurde im Jahre 1916 der Kaumhof erworben.

Da sich in der Nachkriegszeit zeigte, dass beide Höfe stark renovierungsbedürftig waren, wurde beschlossen, die Ökonomien zu vereinigen. Aus diesem Grund wurde in den Jahren 1954 bis 1956 an der heutigen Stelle ein neuer Gutshof mit Ställen für Rinder, Pferde, Jungvieh und Schweine sowie Silo, Schlachthaus und Kartoffelkeller errichtet: der Primushof. 1958 kamen eine Maschinenhalle und ein Hühnerstall hinzu.

Die Ökonomie wird bis heute in reiner Grünlandbewirtschaftung geführt. Die zu bewirtschaftende Fläche beträgt ca. 168 Hektar, davon sind 110 Hektar Wiesen und 62 Hektar Wald; die Weiden sind in das Kulturlandschaftsprogramm aufgenommen.

Der Primushof versorgte zahlreiche kongregationseigene Häuser im Chiemgau mit Fleisch, Wurst, Eiern, Milch und Butter.

Im Jahr 1975 brannten aufgrund einer Explosion Rinderstall und Jungviehstallung ab; sie wurden im Jahr 1977 neu aufgebaut. Um dem Betriebsleiter und seinen Mitarbeitern einen zeitgemäßen Wohnkomfort zu bieten, wurde in den Jahren 1996 bis 1998 das jetzige Wohnhaus des Primushofes mit einem Sozialgebäude für Mitarbeiter errichtet.

Auch die Landwirtschaft musste den Erfordernissen der Zeit angepasst werden und so waren in den vergangenen Jahren weitere Umstellungen notwendig: Mittlerweile gehören auch Schafe zum Tierbestand. Die Metzgerei wurde im Jahr 2012 geschlossen. Da die Rinderaufzucht rein biologisch geschieht, wurde im Jahr 2014 der Freilaufstall erweitert und eine Duschmöglichkeit für die Kälber angebaut.

Zum Primushof gehört die Bäckeralm bei Schleching; außerdem weiden im Sommer Jungrinder auf der dazugepachteten Almwiese von Maria Eck.